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Amsel
Newsletter
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Ausgabe 9
November 2007
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Verein Amsel
ZVR:
997924295
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Amsel - Arbeitslose Menschen suchen effektive Lösungen
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Für unsere Mitglieder
und diejenigen, die es noch werden wollen: Der monatliche Amsel – Newsletter:
Rückschau
Ersten
Steirischer NGO-Tag Samstag, 6. Oktober von 9.00 -17.30 Uhr
NGOs decken soziale Bereiche ab, wo staatliche Einrichtungen fehlen. In den letzten Jahren wurde die finanzielle Unterstützung aus öffentlicher Hand aber immer weniger. Die Forderung nach mehr Geld richtet sich in erster Linie an den Landeshauptmann, sagt Christian Ehetreiber von der NGO-Plattform Steiermark: „Er ist mit der steirischen Sozialdemokratie angetreten und hat gesagt: Vieles anders, vieles besser. Wir nehmen ihn beim Wort und hoffen, dass es 2008 bis 2010 viel besser wird. Verbesserte Rahmenbedingungen heißt deutlich mehr Budget“
Landeshauptmann Franz Voves sagt dazu: „Wir werden die Leistungen der NGOs auch in Zukunft honorieren, das heißt die Förderungen auf keinen Fall zu kürzen“ NGOs finanzieren sich zu durchschnittlich 70 % aus öffentlichen Mitteln- der Rest wird durch Spenden und Mitgliedsbeiträge aufgebracht.
Ein bunter Nachmittag mit vielen Ausstellern, NGOs, die sich auf der Bühne präsentiert haben und Musik. [wodt: Es lebe hoch das Leistungsprinzip! ;-]
24. Oktober 17.00 –
19.00 Uhr
8 Amseln trafen sich mit dem Vertreter des ÖGB´s beim AMS Landesdirektorium
Herbert Perhab
Herr Perhab gehört dem obersten Gremium im steirischen AMS, dem Landesdirektorium an (als Stellvertreter von ÖGB Landessektretär Waxenegger). Dem Landesdirektorium gehört je ein VertreterIn plus StellvertreterIn der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung, der Arbeiterkammer, des ÖGB und der Landesgeschäftsführer des AMS an. Der AMS-Betriebsrat hat beratende Funktion ohne Stimme. Hauptsächlich werden im Landesdirektorium budgetäre Angelegenheiten besprochen. Die Zielvorgaben des Bundesarbeitsmarktservice binden aber schon 2/3 des Budgets. Leistungssperren werden auch im Landesdirektorium (2. Instanz) entschieden.
Herr Perhab hat sich viele Notizen gemacht, wie sich der Zwang einen bestimmten Kurs oder eine Maßnahme zu besuchen oder eine bestimmte Arbeitsstelle anzunehmen praktisch auswirkt. Unser wodt (Wolfgang Schmidt) hat eine feurige Rede zur Rolle einer Interessenvertretung allgemein und Abschaffung des Zwangs speziell gehalten. Herr Perhab hat uns Änderungen beim AMS im Jahre 2008 vorgestellt: Die Schulungsmaßnahmen sollen „effizienter“ werden - was hoffentlich impliziert, dass es ein mehrmaliges Besuchen der gleichen Maßnahme nicht mehr geben wird. Bei Arbeitslosen über 50 Jahren darf es dann keine Zwangszuweisung zu Wiedereingliederungsmaßnahmen mehr geben, also Schluss mit erzwungenem Bewerbungstraining, Aktivierungsspielchen etc.! Herr Perhab hat uns erzählt wie sich seiner Meinung nach Stiftungen bewähren: Höchstens vier Jahre Zeit für Finden und Absolvieren einer Aus- bzw. Weiterbildung und eine hohe Quote (über 90 %) von Teilnehmer(n)Innen, die eine Arbeitsstelle finden. Wir bedanken uns bei Herrn Perhab für die interessante Einführung. Er möchte mit uns Betroffenen in Kontakt bleiben. Nächstes Gespräch von AMSEL-Seite Anfang nächsten Jahres geplant.
Ausblick
Veranstaltung: AMSEL-Labyrinth
zum Thema „Arbeit und Identität“ vom 20. bis 22. November
2007 am Grauer Freiheitsplatz (DI 12.00
-16.00 Uhr, MI 10.00-16.00 Uhr,
DO 10.00 – 14.00 Uhr)
Der Folder zur Veranstaltung wird euch in den nächsten Tagen separat zugeschickt
!! Eure Mitarbeit&Unterstützung ist weiter gefragt
!!:
Für Aufbau
(20.11.: 07.00 – 12.00 Uhr) und Abbau (22.11.: 14.00 – 18.00 Uhr) der
Ausstellung und für die Ausstellungsbetreuung: Wir verteilen die Folder, um
PassantInnen anzusprechen und diskutieren mit BesucherInnen.
Willkommen:
Wir
begrüßen unsere neuen Mitglieder!
Im Oktober 2007 durften wir Florica in
unserer Runde begrüßen!
Kronenzeitung vom 12.10.2007
Arbeitslose Akademiker üben
jetzt Kritik am AMS
Knapp 1500
steirische Akademiker sind ohne Job – Tendenz steigend. Doch der Weg zum
Arbeitsamt ist oft steiniger als erwartet: Unfreundliche Berater können einem
das Leben schwer machen, kritisieren Betroffene und der Verein AMSEL. Nun
reagiert das AMS.
von Gerald Schwaiger
InterACT: „Kein Kies zum Kurvenkratzen“ Neuer Armut
entgegenwirken.
am
5. November 2007 19.00 Uhr Volkshaus Graz, Lagergasse 98a
InterACT will
mit Mitteln des „Legislativen Theaters“ dazu beitragen, die Situation von
Menschen in finanziell schwierigen Lebenslagen zu verbessern und auf kreativem
Weg Ideen und Vorschläge an die Politik zu formulieren
Diskussionsveranstaltung zum
Thema „In Freiheit tätig sein“
Donnerstag,
15.11.2007, 19.00 Uhr, Cafe Sacher , Herrengasse 6, 8010 Graz
Univ.
–Doz. Mag. Dr. Manfred Füllsack
„In Freiheit tätig sein“
Lebensgeld (Grundeinkommen) für alle, die Chance für ein Leben in Würde?!
25.11.
bis 28.11.2007: 3-tägiges Symposium im Schloß „Retzhof“, Leitring bei Leibnitz
28.11.2007
17.00 – 22.00 Uhr Gemeinderatssitzungssaal des Grazer Rathauses
Begrüßung: STRin Tatjana Kaltenbeck-Michl, STR. Detlef Eisel-Eiselsberg, LH-Stv.Dr. Kurt Flecker
Präsentation der bisherigen Ergebnisse: 9. Referat: Dr. Peter Filzmaier (Ö) , 10. Referat DDr. Nikolaus Dimmel (Ö) 11. Referat: Dr. Benediktus Hardorp (D). Zwischen den Referaten Diskussionsmöglichkeit.
Veranstalter:
Forum politische Bildung Steiermark und Forum Morgenrot
„Frühstück bei mir, ein Grund
zu kommen – Grundeinkommen“ Samstag,
10.11.2007 ab 10 Uhr im Cafe Mocca im
Restaurant Schicker, Kapfenberg Einladung an alle von Armut
Betroffenen und Multiplikatoren zu einem gratis Frühstück.
Der
Veranstalter, der Arbeitskreis „Armut und Prävention“ ist einer von 6 Arbeitskreisen
zum Thema Armut, die in Kapfenberg schon seit 1 ½ Jahren aktiv sind.
Informationen unter Tel. 0676/7252854
Kontakt und Talente-Tauschtreff am Mittwoch 28. November 2007, 19.00 Uhr
Pfarre DON BOSCO, 8020 Graz, Südbahnstrasse 100. Für Interessierte gibt es eine Einführung um 18.30 Uhr.
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Bericht
vom 2. Grundeinkommens-Kongress, Anfang Oktober im schweizerischen Basel.
Die Idee eines bedingungslosen
Grundeinkommens (BGE) lebt!
Sozialsicherungs- und
Wohlfahrtssysteme in Europa
Ein Vergleich der bestehenden
Sozialen Sicherungssysteme und deren jüngere Entwicklung in den EU-europäischen
Ländern ergibt kein erfreuliches Bild, zumindest für die Betroffenen. Beat
Ringger, Zentralsekretär des schweizerischen Verbands des Personals
öffentlicher Dienste (vpod) beschreibt die Trends: Fortgesetzte
„Privatisierung“, weniger (Sozial-)Staat und sich leerende öffentliche Kassen,
und „Flexibilisierung“, sich verschlechternde Bedingungen für
ArbeitnehmerInnen. Ergänzt durch eine Neuausrichtung der Sozialhilfesysteme auf
„Workfare“, einer Politik der „Aktivierung“ der Sozial Schwachen. Damit werde
ein Prinzip der Gegenleistung, Anreizen und Sanktionen, etabliert, so Ringger.
Übrig bliebe mehr Fordern als Fördern - wenig überraschend angesichts der
allgemeinen Trends. Beispielsweise führe der „Druck auf
BeihilfenempfängerInnen, schlecht bezahlte lohnsubventionierte Arbeit
anzunehmen, gefährlich nahe an Formen der Zwangsarbeit heran.“
Diskussion in Parteien und
Gewerkschaften
Das Ziel des Baseler Kongresses
einer „länderübergreifenden, öffentlichkeitswirksamen, wissenschaftlich
fundierten Debatte über die Fragen eines bedingungslosen, existenzsichernden
Grundeinkommens als Menschenrecht“ wurde in einem der Podien auch aus
parteipolitischer und gewerkschaftlicher Sicht angegangen. Kurz gesagt: Keine
etablierte Institution verficht das BGE. Dennoch finden sich jeweils interne
Oppositionelle, herausragend Katja Kipping, stellvertretende Bundesvorsitzende
der deutschen Linkspartei. Sie spitzte zu: Der Widerstand der traditionellen
Linken gründe auf vier ihrer großen Sünden. Als da wären: Die
Verelendungstheorie, dass schlechte Bedingungen nicht lähmen sondern die
Revolution brächten, sowie Arbeits- und Wachstumsfetischismus, beide
selbstzweckhaft und nicht wegzudenken. Schließlich die krasse Unterbewertung
der individuellen Selbstbestimmung: Das BGE schlüge diese vier Fliegen mit
einer Klappe! Kipping abschließend: Wie sich ein BGE auswirken würde, wer wie
viel unter welchen Bedingungen arbeiten wird, wissen wir nicht! Was wir aber
sehr wohl empirisch wissen: Mit unsrer jetzigen Gewerkschafts- und
Sozialpolitik haben wir Niedriglöhne, die nicht die Existenz sichern,
Lohnsubventionen an die ArbeitgeberInnen, Zwang zu Arbeiten und zu
Arbeitslosigkeit, Abhängigkeiten durch fehlenden individuellen
Pro-Kopf-Anspruch und Demütigung beim Bedarfsnachweis …
Aus Sicht der Gewerkschaften
sprachen vpod-Zentralsekretär Ringger sowie Mag Wompel. Letztere, Redakteurin
von LabourNet.de, einem Netzwerk der gewerkschaftlichen Linken, plädierte
vehement für ein BGE. Wenn etwa „die Basis“ murre, nicht selber die notwendige
Drecksarbeit verrichten zu wollen, während andere vielleicht vom Arbeitszwang
befreit wären, könne leicht entgegnet werden. Dies sei erstens eine schlechte
Gerechtigkeit, selbst schlecht behandelt dies auch für andere zu fordern.
Darüber hinaus, und wichtiger: Genau jene Unzufriedenen könnten ja ebenfalls
kündigen und hätten mit dem BGE eine Existenzsicherung. Dem oft gehörten
Argument, dass Menschen vor allem arbeiten wollten hält sie die Lottowut der
Bevölkerung entgegen: „Menschen wollen vor allem existieren, und nicht
arbeiten!“ Schließlich wundere sie sich, warum die Arbeiterschaft gerade beim
BGE behaupte, dass es dabei um von ihnen erwirtschaftetes Geld gehe. Gerade
dieses Selbstbewusstsein fehle doch in den meisten anderen Bereichen, etwa bei
Ausgaben fürs Militär. Ringger plädierte hingegen in alter Gewerkschaftsmanier unter
dem Slogan „Gute Arbeit für alle“ gegen ein BGE und für Mindestlohn,
Arbeitszeitverkürzung und Vollbeschäftigung.
[wodt - Im Auftrag des korso.]
Tagungsbericht vom 2. Grundeinkommens-Kongress: www.grundeinkommen2007.org
Donnerstag
15. November 2007
Donnerstag
29. November 2007
von 17.00 bis 19.00 Uhr im Cafe
Sorger, 1. Stock, Südtirolerplatz 14, 8020 Graz.
D i e Möglichkeit für Menschen ohne bezahlte
<Erwerbs->Arbeit oder anderen prekären Einkommensverhältnissen, sich
ungezwungen zu treffen und Informationen auszutauschen!
Arbeitslosenstammtisch auf Radio
Helsinki
Die
nächsten Termine: 7. und 21. November 2007 von 15.00 bis 16.00 Uhr, FM 92,6 von
und mit Wolfgang Schmidt.
Diskriminierung
heißt: Nicht gleichberechtigt gehört zu werden. Durch weniger Teilhabe und Mitbestimmung
als andere.
Radio
von Arbeitslosen für Arbeitslose bedeutet „Leben“ demokratischer Grundrechte
und auch Selbstvertretung in der Öffentlichkeit!
Der
Autor stellt die Trennung von Arbeit und Einkommen in der modernen Gesellschaft
zur Diskussion. Dabei erörtert er Sinn und Möglichkeiten eines Garantierten
Grundeinkommens. Im Gegensatz zur Debatte um das Ende der Arbeit, die in den
letzten Jahren en vogue war, geht er davon aus, dass die menschliche Arbeit im
Lauf der Geschichte keineswegs immer weniger wird, sondern sich im Zuge des
Arbeitsprozesses vermehrt. Gerade dies liefert ihm gute Gründe dafür, ein
Garantiertes Grundeinkommen neu in Betracht zu ziehen.
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Impressum:
Verein Amsel - Arbeitslose Menschen
suchen effektive Lösungen ZRV 997924295
Post: c/o Margit Schaupp (Obfrau)
Schöckelbachweg 43, 8045 Graz; Amselfon: 0699815 37 867,
Amsel -Hotline (anonym) 0650 70
40 380.
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BLZ.: 60000
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